§
Das Bild sprach Bände. Die Segler*innen des Düsseldorfer Segel-Vereins saßen Mitte August buchstäblich auf dem Trockenen. Der Boden ihres Hafenbeckens war steinhart geworden. Kein Tropfen Feuchtigkeit fand aufgrund des historisch niedrigen Wasserpegels den Weg in die Ausbuchtung des Rheins, in der der Club seine Anlegestelle hat. „Am Anfang war es noch witzig, da konnte man quasi Wattwandern“, blickt Vorstandsmitglied Holger Hohmann zurück. „Aber dann wurde der Schlamm hart wie Beton.“
Resultat: Einige Boote liegen noch auf diesem „Beton“, die meisten wurden von ihren Besitzern in andere Häfen verlegt. „Aber auch dort war die Lage nicht wirklich besser,“ so Hohmann. Bange machen lassen sich die Wassersportfans aber nicht. „Klar, das Vereinsleben ist ein wenig eingeschlafen, aber keiner hat gekündigt. Hoch- und Niedrigwasser gehören zu unserem Hobby einfach dazu“, stellt er „trocken“ fest.
Hitzerekord schon im Juni
Mit mehr als 40 Grad in Tönisvorst legte der Sommer einen Hitzerekord schon im Juni vor. „Hitzewellen sind das neue Normal“, schreibt die Bild-Zeitung im August. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) lässt keinen Zweifel offen: Die Temperaturen in Deutschland seien von 1881 bis 2025 im Mittel um 2,5 Grad angestiegen, deutlich stärker als im weltweiten Durchschnitt. Man nähere sich den Grenzen dessen, woran sich Gesellschaften und Ökosysteme anpassen könnten, urteilte sogar die von der EU unterstützte Plattform ClimaMeter. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sagt dazu: „Für den Sport zählen häufigere, längere und intensivere Hitzewellen zu den bedeutendsten Auswirkungen des Klimawandels.“
Die Auswirkungen sind auch auf der Golfanlage Düsseldorf-Grafenberg zu „bewundern“. Braune Grasflächen, wohin das Auge blickt. Obwohl: nicht ganz. Die Greens der Anlage sind tatsächlich noch grün. „Wir haben das vorhandene Wasser gezielt eingesetzt und die empfindlichen Golfgrüns bevorzugt bewässert“, erklärt Michael Gipmann, Head-Greenkeeper der Anlage. „Abschläge ließen wir bewusst braun werden.“
Durch kluge Vorsorge übersteht der Club längere Trockenperioden. So verfügt er über einen eigenen Brunnen und vier miteinander verbundene Teiche. Dennoch blickt Gipmann voraus: „Es geht auf jeden Fall darum, künftig Ressourcen noch nachhaltiger zu bewirtschaften.“ Da helfe zum Beispiel eine fein eingestellte Beregnung, unterstützt durch Digitalisierung. „Zudem braucht es die Umstellung auf noch widerstandsfähigere Gräser“, erläutert er und meint: „Das Verständnis der Menschen muss sich ebenfalls verändern.“ Golfplätze müssen eben nicht immer durchgehend grün sein … Angepasst hat sich jedenfalls das Verhalten der Golffans. „Die Buchungen haben sich sehr auf die frühen Morgenstunden verlagert“, berichtet Kerstin Wittke-Laube, die Leiterin der Anlage.
Nasse Waschlappen und Schattenplätze helfen schon mal in der Vorsorge
In der Tat ist mit der Hitze ist nicht zu spaßen. Hohe Temperaturen, UV-Strahlen und Ozonwerte können die Gesundheit stark belasten. Mit zum Teil beträchtlichen Folgen für das Herz-Kreislauf-System, Atemwege oder Nieren. Gerade Kinder, Ältere und Vorerkrankte sind gefährdet. Eigenverantwortung ist deshalb ein Gebot der Stunde. Angemessene Sportkleidung, nicht übertreiben, ausreichend trinken, Bewegung in kühlere Zeiten legen etc.: Das kann jeder Sporttreibende
selbst tun.
Doch auch Vereine können vorsorgen. Beste Orientierung bietet der „Musterhitzeschutzplan für den organisierten Sport“, den der DOSB entwickelt hat. (Siehe Kasten). Die Vorschläge reichen von ersten Maßnahmen wie Schattenplätze schaffen und kostenloser Trinkwasserausgabe bis hin zu organisatorischen Mitteln in der Durchführung, Vor- und Nachbereitung einer Hitzeperiode.
Es war ein „Rekordsommer“. Aber mit Rekorden, die keine Freude aufkommen ließen. Neben lauen Grillabenden und kühlem Freibadspaß gaben historische Temperaturen, Dürre, Waldbrände und Ernteausfälle mehr als einen Vorgeschmack auf die wahre Dimension des Klimawandels. Dabei prognostiziert die Wissenschaft, dass solche Extreme in Zukunft noch häufiger und heißer sein werden. Was bedeutet das für Sporttreibende? WirimSport hat nachgefragt, wie Vereine den Sommer 2026 erlebt haben, und gibt Tipps, wie sie sich auf künftige Extreme vorbereiten können.
(K)eine Frage
der Haftung
Es gibt keine gesetzliche „Sonderhaftung“ für Extremhitze, die über die allgemeine zivilrechtliche Fürsorge- und Verkehrssicherungspflicht von Vereinen und Trainer*innen hinausgeht. Maßnahmen, die der jeweilige Sportverband vorgibt, zum Beispiel bei
Wettkämpfen, sind zu beachten. Auch der Musterhitzeplan des DOSB gibt Orientierung.
„Wir haben Kühlboxen mit nassen Waschlappen aufgestellt, Getränke verteilt und für eine zusätzliche Betreuung durch einen Marshall gesorgt, der an heißen Tagen Getränke über den Platz bringt“, berichtete Wittke-Laube. Dennoch: „Einige mussten teilweise wegen gesundheitlicher Probleme vom Platz geholt werden.“
Gut „über die Runden“ kam der Hennefer TV, ein großer Breitensportverein im Rhein-Sieg-Kreis. Zumindest was den Betrieb dreier vor ein paar Jahren in Eigenleistung erstellten Sporträume betrifft. „Die sind sehr lichtdurchflutet und wurden bei Sonne teilweise zu einer Art Treibhaus“, erzählt Vorstandsmitglied Franz Alfter. Weil die Gesamtbaukosten seinerzeit ins Uferlose gestiegen seien, habe man den Einbau geplanter Klimaanlagen nun in den Osterferien nachgeholt. „Das war natürlich in diesem Sommer ideal. Darin konnte man vernünftig Sport machen“, freut sich Alfter. Nebeneffekt der Investition: Während der Sommerferien bot der Verein offene Kurse in den klimatisierten Räumen an. Deren Einnahmen tragen nun dazu bei, den Kindersport zu subventionieren.
Klimaanpassung bei der Sportstättensanierung mitdenken
Fest steht: Der Sportstättenbau der Zukunft wird sich anpassen müssen. Photovoltaik, Begrünung, natürliche Beleuchtung, gute Dämmung, Verschattung etc. sind die Stichworte, Freilufthallen eine Möglichkeit. „Die Ertüchtigung der Sportfläche und der notwendigen Begleitinfrastruktur sowie Maßnahmen für Klimaschutz und -anpassung müssen gleichzeitig umgesetzt werden“, warnt Benjamin Höfer, LSB-Referent für
Sportstätten, Umwelt und Nachhaltigkeit. „Dies stellt das Sportsystem vor Herausforderungen. Förderprogramme und Unterstützung sind daher unumgänglich.“
Der LSB-Experte verweist auf das 200-Millionen-Programm „Moderne Sportstätte NRW“. Sein pragmatischer Hinweis: „Es wäre geradezu fahrlässig, wenn ein Verein, der sowieso eine bauliche Sanierung plant, Maßnahmen zu Klimaschutz und -anpassung nicht mitprüft. Dies kann womöglich auch helfen, um auf die Mindestinvestitionssumme von 50.000 Euro
zu kommen.“
Die Zeit drängt. Laut dem Landesamt für Natur, Klima und Umwelt leben in NRW etwa 7,5 Millionen Menschen, das sind etwa 42 Prozent, in Siedlungsbereichen mit „dringendem Handlungsbedarf“ für Klimaanpassungsmaßnahmen. Dabei hat Nordrhein-Westfalen bereits 2021 als erstes Bundesland ein Klimaanpassungsgesetz eingeführt. Danach sollen Kommunen bis 2029 Zeit haben, um Anpassungskonzepte zu erarbeiten, gefördert vom Land. Das Gute: Auch die Sportinfrastruktur kann hier eingebracht werden.
Abgesagte Turniere, verschobene Spiele
Natürlich wird sich auch der Wettkampfsport auf Extremhitze einstellen müssen. Abgesagte Turniere sprechen eine deutliche Sprache. So wurde im Kreis Warendorf der Reitturnier-Kalender durcheinandergewirbelt. Im Kreis Gütersloh sagte der Wiedenbrücker TV den „Emscup“ ab. Im Handball mussten Qualifikationsturniere verschoben werden. Nicht stattfinden konnten die Leichtathletik-Kreismeisterschaften der U10 bis U14 in Herten. Es werden keine Einzelfälle bleiben und es ist offen, inwieweit künftig Wettkämpfe ins Frühjahr oder den Herbst verlegt werden, um vorzubeugen.
Christian Hentschel, leitender Landestrainer der Handballverbände NRW, sieht derzeit wenig Spielraum: „Diesen Sommer haben wir es irgendwie gelöst bekommen, aber das Verschieben von Wettkämpfen ist für uns im Prinzip unmöglich, weil wir das ganze Jahr durchgetaktet sind.“
Musterhitzeschutzplan
des DOSB für den
Vereinssport
Jede Sportart, jeder Verband und jeder Verein wird künftig mit den Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert sein. Der DOSB hat deshalb einen umfassenden Maßnahmenkatalog entwickelt:
Beispiele (Auswahl) von Maßnahmen:
Sportstätte: Sonnensegel, Sonnenschutzdächer, Schattennetze Trinkwasserspender Vereinsorganisation: zuständige Person für Hitzeschutz benennen Trainingsbetrieb: Maßnahmen zum Schutz der Sporttreibenden erarbeiten Wettkämpfe und Veranstaltungen: Festlegen, ob und wann Wettkämpfe abgesagt oder verschoben werden Information, Kommunikation, Edukation:
Sensibilisierung für Hitzerisiken und Schutzmaßnahmen
Alle Maßnahmen unter:
Detlev Ackermann, Laufwart des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein, kommentierte in einem Statement unter anderem: „Hitze wird den Laufsport weiter begleiten. Darauf müssen sich Vereine, Veranstalter und Läufer einstellen. Denn ein Lauf bei hohen Temperaturen kann funktionieren, wenn alle Beteiligten vorbereitet sind.“ Dazu gehörten zum Beispiel frühere Startzeiten, unterwegs mehr Wasser und Abkühlung, zusätzliche Sanitätskräfte oder eine Verkürzung von Strecken. Ackermann appellierte an die Teilnehmenden: „Er darf aber niemals zur Bühne für Selbstüberschätzung werden.“
Im Reitsport offenbarte sich, neben dem temperaturgerechten Umgang mit den Tieren, eine Herausforderung ganz anderer Art, beobachtete Brigitte Hein, Vorstandsvorsitzende des Pferdesportverbandes Westfalen: „Es wuchs einfach kein Gras mehr. Das hat Folgen für die Futtergrundlage.“ Es war eben ein wirklich trockener Sommer.
Anpassungsstrategien
DOSB-Projektbeispiele: Anpassungsstrategien für
Sportler*innen, Sportverbände- und vereine

Sport für Ältere bei Hitze
Gerade für ältere Menschen ist es besonders wichtig, Bewegung und Sport bei Hitze angepasst zu gestalten. Dafür wurde unter Mitwirkung des LSB ein Selbstlernmodul für ÜL, Trainer*innen und Sportinteressierte entwickelt, das kostenfrei abgerufen werden kann.

Klimaangepasste Sportanlagen
Umfassende Informationen über klimaangepasste Sportanlagen
bietet eine Broschüre des Bundesinstituts für Sportwissenschaft
go.lsb.nrw/bisp-publikation-klima

§
Der Hitzesommer 2026 – und was
der Sport daraus lernen kann
Was der „Rekordsommer“ für den Sport bedeutete, erlebte der Düsseldorfer Segel-Verein am eigenen Leib. Sein Hafenbecken fiel trocken, die Boote der Mitglieder saßen fest.
Das Bild sprach Bände. Die Segler*innen des Düsseldorfer Segel-Vereins saßen Mitte August buchstäblich auf dem Trockenen. Der Boden ihres Hafenbeckens war steinhart geworden. Kein Tropfen Feuchtigkeit fand aufgrund des historisch niedrigen Wasserpegels den Weg in die Ausbuchtung des Rheins, in der der Club seine Anlegestelle hat. „Am Anfang war es noch witzig, da konnte man quasi Wattwandern“, blickt Vorstandsmitglied Holger Hohmann zurück. „Aber dann wurde der Schlamm hart wie Beton.“
Resultat: Einige Boote liegen noch auf diesem „Beton“, die meisten wurden von ihren Besitzern in andere Häfen verlegt. „Aber auch dort war die Lage nicht wirklich besser,“ so Hohmann. Bange machen lassen sich die Wassersportfans aber nicht. „Klar, das Vereinsleben ist ein wenig eingeschlafen, aber keiner hat gekündigt. Hoch- und Niedrigwasser gehören zu unserem Hobby einfach dazu“, stellt er „trocken“ fest.
Hitzerekord schon im Juni
Mit mehr als 40 Grad in Tönisvorst legte der Sommer einen Hitzerekord schon im Juni vor. „Hitzewellen sind das neue Normal“, schreibt die Bild-Zeitung im August. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) lässt keinen Zweifel offen: Die Temperaturen in Deutschland seien von 1881 bis 2025 im Mittel um 2,5 Grad angestiegen, deutlich stärker als im weltweiten Durchschnitt. Man nähere sich den Grenzen dessen, woran sich Gesellschaften und Ökosysteme anpassen könnten, urteilte sogar die von der EU unterstützte Plattform ClimaMeter. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sagt dazu: „Für den Sport zählen häufigere, längere und intensivere Hitzewellen zu den bedeutendsten Auswirkungen des Klimawandels.“
Es war ein „Rekordsommer“. Aber mit Rekorden, die keine Freude aufkommen ließen. Neben lauen Grillabenden und kühlem Freibadspaß gaben historische Temperaturen, Dürre, Waldbrände und Ernteausfälle mehr als einen Vorgeschmack auf die wahre Dimension des Klimawandels. Dabei prognostiziert die Wissenschaft, dass solche Extreme in Zukunft noch häufiger und heißer sein werden. Was bedeutet das für Sporttreibende? WirimSport hat nachgefragt, wie Vereine den Sommer 2026 erlebt haben, und gibt Tipps, wie sie sich auf künftige Extreme vorbereiten können.
(K)eine Frage
der Haftung
Es gibt keine gesetzliche „Sonderhaftung“ für Extremhitze, die über die allgemeine zivilrechtliche Fürsorge- und Verkehrssicherungspflicht von Vereinen und Trainer*innen hinausgeht. Maßnahmen, die der jeweilige Sportverband vorgibt, zum Beispiel bei
Wettkämpfen, sind zu beachten. Auch der Musterhitzeplan des DOSB gibt Orientierung.
Die Auswirkungen sind auch auf der Golfanlage Düsseldorf-Grafenberg zu „bewundern“. Braune Grasflächen, wohin das Auge blickt. Obwohl: nicht ganz. Die Greens der Anlage sind tatsächlich noch grün. „Wir haben das vorhandene Wasser gezielt eingesetzt und die empfindlichen Golfgrüns bevorzugt bewässert“, erklärt Michael Gipmann, Head-Greenkeeper der Anlage. „Abschläge ließen wir bewusst braun werden.“
Durch kluge Vorsorge übersteht der Club längere Trockenperioden. So verfügt er über einen eigenen Brunnen und vier miteinander verbundene Teiche. Dennoch blickt Gipmann voraus: „Es geht auf jeden Fall darum, künftig Ressourcen noch nachhaltiger zu bewirtschaften.“ Da helfe zum Beispiel eine fein eingestellte Beregnung, unterstützt durch Digitalisierung. „Zudem braucht es die Umstellung auf noch widerstandsfähigere Gräser“, erläutert er und meint: „Das Verständnis der Menschen muss sich ebenfalls verändern.“ Golfplätze müssen eben nicht immer durchgehend grün sein … Angepasst hat sich jedenfalls das Verhalten der Golffans. „Die Buchungen haben sich sehr auf die frühen Morgenstunden verlagert“, berichtet Kerstin Wittke-Laube, die Leiterin der Anlage.
Nasse Waschlappen und Schattenplätze helfen schon mal in der Vorsorge
In der Tat ist mit der Hitze ist nicht zu spaßen. Hohe Temperaturen, UV-Strahlen und Ozonwerte können die Gesundheit stark belasten. Mit zum Teil beträchtlichen Folgen für das Herz-Kreislauf-System, Atemwege oder Nieren. Gerade Kinder, Ältere und Vorerkrankte sind gefährdet. Eigenverantwortung ist deshalb ein Gebot der Stunde. Angemessene Sportkleidung, nicht übertreiben, ausreichend trinken, Bewegung in kühlere Zeiten legen etc.: Das kann jeder Sporttreibende
selbst tun.
Doch auch Vereine können vorsorgen. Beste Orientierung bietet der „Musterhitzeschutzplan für den organisierten Sport“, den der DOSB entwickelt hat. (Siehe Kasten). Die Vorschläge reichen von ersten Maßnahmen wie Schattenplätze schaffen und kostenloser Trinkwasserausgabe bis hin zu organisatorischen Mitteln in der Durchführung, Vor- und Nachbereitung einer Hitzeperiode.
„Wir haben Kühlboxen mit nassen Waschlappen aufgestellt, Getränke verteilt und für eine zusätzliche Betreuung durch einen Marshall gesorgt, der an heißen Tagen Getränke über den Platz bringt“, berichtete Wittke-Laube. Dennoch: „Einige mussten teilweise wegen gesundheitlicher Probleme vom Platz geholt werden.“
Musterhitzeschutzplan
des DOSB für den
Vereinssport
Jede Sportart, jeder Verband und jeder Verein wird künftig mit den Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert sein. Der DOSB hat deshalb einen umfassenden Maßnahmenkatalog entwickelt:
Beispiele (Auswahl) von Maßnahmen:
Sportstätte: Sonnensegel, Sonnenschutzdächer, Schattennetze Trinkwasserspender Vereinsorganisation: zuständige Person für Hitzeschutz benennen Trainingsbetrieb: Maßnahmen zum Schutz der Sporttreibenden erarbeiten Wettkämpfe und Veranstaltungen: Festlegen, ob und wann Wettkämpfe abgesagt oder verschoben werden Information, Kommunikation, Edukation:
Sensibilisierung für Hitzerisiken und Schutzmaßnahmen
Alle Maßnahmen unter:
Gut „über die Runden“ kam der Hennefer TV, ein großer Breitensportverein im Rhein-Sieg-Kreis. Zumindest was den Betrieb dreier vor ein paar Jahren in Eigenleistung erstellten Sporträume betrifft. „Die sind sehr lichtdurchflutet und wurden bei Sonne teilweise zu einer Art Treibhaus“, erzählt Vorstandsmitglied Franz Alfter. Weil die Gesamtbaukosten seinerzeit ins Uferlose gestiegen seien, habe man den Einbau geplanter Klimaanlagen nun in den Osterferien nachgeholt. „Das war natürlich in diesem Sommer ideal. Darin konnte man vernünftig Sport machen“, freut sich Alfter. Nebeneffekt der Investition: Während der Sommerferien bot der Verein offene Kurse in den klimatisierten Räumen an. Deren Einnahmen tragen nun dazu bei, den Kindersport zu subventionieren.
Klimaanpassung bei der Sportstättensanierung mitdenken
Fest steht: Der Sportstättenbau der Zukunft wird sich anpassen müssen. Photovoltaik, Begrünung, natürliche Beleuchtung, gute Dämmung, Verschattung etc. sind die Stichworte, Freilufthallen eine Möglichkeit. „Die Ertüchtigung der Sportfläche und der notwendigen Begleitinfrastruktur sowie Maßnahmen für Klimaschutz und -anpassung müssen gleichzeitig umgesetzt werden“, warnt Benjamin Höfer, LSB-Referent für
Sportstätten, Umwelt und Nachhaltigkeit. „Dies stellt das Sportsystem vor Herausforderungen. Förderprogramme und Unterstützung sind daher unumgänglich.“
Der LSB-Experte verweist auf das 200-Millionen-Programm „Moderne Sportstätte NRW“. Sein pragmatischer Hinweis: „Es wäre geradezu fahrlässig, wenn ein Verein, der sowieso eine bauliche Sanierung plant, Maßnahmen zu Klimaschutz und -anpassung nicht mitprüft. Dies kann womöglich auch helfen, um auf die Mindestinvestitionssumme von 50.000 Euro
zu kommen.“
Anpassungsstrategien
DOSB-Projektbeispiele: Anpassungsstrategien für Sportler*innen, Sportverbände- und vereine

Sport für Ältere bei Hitze
Gerade für ältere Menschen ist es besonders wichtig, Bewegung und Sport bei Hitze angepasst zu gestalten. Dafür wurde unter Mitwirkung des LSB ein Selbstlernmodul für ÜL, Trainer*innen und Sportinteressierte entwickelt, das kostenfrei abgerufen werden kann.

Klimaangepasste
Sportanlagen
Umfassende Informationen über klimaangepasste Sportanlagen
bietet eine Broschüre des Bundesinstituts für Sportwissenschaft
go.lsb.nrw/bisp-publikation-klima

Die Zeit drängt. Laut dem Landesamt für Natur, Klima und Umwelt leben in NRW etwa 7,5 Millionen Menschen, das sind etwa 42 Prozent, in Siedlungsbereichen mit „dringendem Handlungsbedarf“ für Klimaanpassungsmaßnahmen. Dabei hat Nordrhein-Westfalen bereits 2021 als erstes Bundesland ein Klimaanpassungsgesetz eingeführt. Danach sollen Kommunen bis 2029 Zeit haben, um Anpassungskonzepte zu erarbeiten, gefördert vom Land. Das Gute: Auch die Sportinfrastruktur kann hier eingebracht werden.
Abgesagte Turniere, verschobene Spiele
Natürlich wird sich auch der Wettkampfsport auf Extremhitze einstellen müssen. Abgesagte Turniere sprechen eine deutliche Sprache. So wurde im Kreis Warendorf der Reitturnier-Kalender durcheinandergewirbelt. Im Kreis Gütersloh sagte der Wiedenbrücker TV den „Emscup“ ab. Im Handball mussten Qualifikationsturniere verschoben werden. Nicht stattfinden konnten die Leichtathletik-Kreismeisterschaften der U10 bis U14 in Herten. Es werden keine Einzelfälle bleiben und es ist offen, inwieweit künftig Wettkämpfe ins Frühjahr oder den Herbst verlegt werden, um vorzubeugen.
Christian Hentschel, leitender Landestrainer der Handballverbände NRW, sieht derzeit wenig Spielraum: „Diesen Sommer haben wir es irgendwie gelöst bekommen, aber das Verschieben von Wettkämpfen ist für uns im Prinzip unmöglich, weil wir das ganze Jahr durchgetaktet sind.“
Detlev Ackermann, Laufwart des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein, kommentierte in einem Statement unter anderem: „Hitze wird den Laufsport weiter begleiten. Darauf müssen sich Vereine, Veranstalter und Läufer einstellen. Denn ein Lauf bei hohen Temperaturen kann funktionieren, wenn alle Beteiligten vorbereitet sind.“ Dazu gehörten zum Beispiel frühere Startzeiten, unterwegs mehr Wasser und Abkühlung, zusätzliche Sanitätskräfte oder eine Verkürzung von Strecken. Ackermann appellierte an die Teilnehmenden: „Er darf aber niemals zur Bühne für Selbstüberschätzung werden.“
Im Reitsport offenbarte sich, neben dem temperaturgerechten Umgang mit den Tieren, eine Herausforderung ganz anderer Art, beobachtete Brigitte Hein, Vorstandsvorsitzende des Pferdesportverbandes Westfalen: „Es wuchs einfach kein Gras mehr. Das hat Folgen für die Futtergrundlage.“ Es war eben ein wirklich trockener Sommer.
§
Auf dem Trockenen
Was der „Rekordsommer“ für den Sport bedeutete, erlebte der Düsseldorfer Segel-Verein am eigenen Leib. Sein Hafenbecken fiel trocken, die Boote der Mitglieder saßen fest.
Das Bild sprach Bände. Die Segler*innen des Düsseldorfer Segel-Vereins saßen Mitte August buchstäblich auf dem Trockenen. Der Boden ihres Hafenbeckens war steinhart geworden. Kein Tropfen Feuchtigkeit fand aufgrund des historisch niedrigen Wasserpegels den Weg in die Ausbuchtung des Rheins, in der der Club seine Anlegestelle hat. „Am Anfang war es noch witzig, da konnte man quasi Wattwandern“, blickt Vorstandsmitglied Holger Hohmann zurück. „Aber dann wurde der Schlamm hart wie Beton.“
Resultat: Einige Boote liegen noch auf diesem „Beton“, die meisten wurden von ihren Besitzern in andere Häfen verlegt. „Aber auch dort war die Lage nicht wirklich besser,“ so Hohmann. Bange machen lassen sich die Wassersportfans aber nicht. „Klar, das Vereinsleben ist ein wenig eingeschlafen, aber keiner hat gekündigt. Hoch- und Niedrigwasser gehören zu unserem Hobby einfach dazu“, stellt er „trocken“ fest.
Hitzerekord schon im Juni
Mit mehr als 40 Grad in Tönisvorst legte der Sommer einen Hitzerekord schon im Juni vor. „Hitzewellen sind das neue Normal“, schreibt die Bild-Zeitung im August. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) lässt keinen Zweifel offen: Die Temperaturen in Deutschland seien von 1881 bis 2025 im Mittel um 2,5 Grad angestiegen, deutlich stärker als im weltweiten Durchschnitt. Man nähere sich den Grenzen dessen, woran sich Gesellschaften und Ökosysteme anpassen könnten, urteilte sogar die von der EU unterstützte Plattform ClimaMeter. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) sagt dazu: „Für den Sport zählen häufigere, längere und intensivere Hitzewellen zu den bedeutendsten Auswirkungen des Klimawandels.“
Die Auswirkungen sind auch auf der Golfanlage Düsseldorf-Grafenberg zu „bewundern“. Braune Grasflächen, wohin das Auge blickt. Obwohl: nicht ganz. Die Greens der Anlage sind tatsächlich noch grün. „Wir haben das vorhandene Wasser gezielt eingesetzt und die empfindlichen Golfgrüns bevorzugt bewässert“, erklärt Michael Gipmann, Head-Greenkeeper der Anlage. „Abschläge ließen wir bewusst braun werden.“
Durch kluge Vorsorge übersteht der Club längere Trockenperioden. So verfügt er über einen eigenen Brunnen und vier miteinander verbundene Teiche. Dennoch blickt Gipmann voraus: „Es geht auf jeden Fall darum, künftig Ressourcen noch nachhaltiger zu bewirtschaften.“ Da helfe zum Beispiel eine fein eingestellte Beregnung, unterstützt
durch Digitalisierung. „Zudem braucht es die Umstellung auf noch widerstandsfähigere Gräser“, erläutert er und meint: „Das Verständnis der Menschen muss sich ebenfalls verändern.“ Golfplätze müssen eben nicht immer durchgehend grün sein … Angepasst hat sich jedenfalls das Verhalten der Golffans. „Die Buchungen haben sich sehr auf die frühen Morgenstunden verlagert“, berichtet Kerstin Wittke-Laube, die Leiterin der Anlage.
Nasse Waschlappen und Schattenplätze helfen schon mal in der Vorsorge
In der Tat ist mit der Hitze ist nicht zu spaßen. Hohe Temperaturen, UV-Strahlen und Ozonwerte können die Gesundheit stark belasten. Mit zum Teil beträchtlichen Folgen für das Herz-Kreislauf-System, Atemwege oder Nieren. Gerade Kinder, Ältere und Vorerkrankte sind gefährdet. Eigenverantwortung ist deshalb ein Gebot der Stunde. Angemessene Sportkleidung, nicht übertreiben, ausreichend trinken, Bewegung in kühlere Zeiten legen etc.: Das kann jeder Sporttreibende
selbst tun.
Doch auch Vereine können vorsorgen. Beste Orientierung bietet der „Musterhitzeschutzplan für den organisierten Sport“, den der DOSB entwickelt hat. (Siehe Kasten). Die Vorschläge reichen von ersten Maßnahmen wie Schattenplätze schaffen und kostenloser Trinkwasserausgabe bis hin zu organisatorischen Mitteln in der Durchführung, Vor- und Nachbereitung einer Hitzeperiode.
„Wir haben Kühlboxen mit nassen Waschlappen aufgestellt, Getränke verteilt und für eine zusätzliche Betreuung durch einen Marshall gesorgt, der an heißen Tagen Getränke über den Platz bringt“, berichtete Wittke-Laube. Dennoch: „Einige mussten teilweise wegen gesundheitlicher Probleme vom Platz geholt werden.“
Gut „über die Runden“ kam der Hennefer TV, ein großer Breitensportverein im Rhein-Sieg-Kreis. Zumindest was den Betrieb dreier vor ein paar Jahren in Eigenleistung erstellten Sporträume betrifft. „Die sind sehr lichtdurchflutet und wurden bei Sonne teilweise zu einer Art Treibhaus“, erzählt Vorstandsmitglied Franz Alfter. Weil die Gesamtbaukosten seinerzeit ins Uferlose gestiegen seien, habe man den Einbau geplanter Klimaanlagen nun in den Osterferien nachgeholt. „Das war natürlich in diesem Sommer ideal. Darin konnte man vernünftig Sport machen“, freut sich Alfter. Nebeneffekt der Investition: Während der Sommerferien bot der Verein offene Kurse in den klimatisierten Räumen an. Deren Einnahmen tragen nun dazu bei, den Kindersport zu subventionieren.
Es war ein „Rekordsommer“. Aber mit Rekorden, die keine Freude aufkommen ließen. Neben lauen Grillabenden und kühlem Freibadspaß gaben historische Temperaturen, Dürre, Waldbrände und Ernteausfälle mehr als einen Vorgeschmack auf die wahre Dimension des Klimawandels. Dabei prognostiziert die Wissenschaft, dass solche Extreme in Zukunft noch häufiger und heißer sein werden. Was bedeutet das für Sporttreibende? WirimSport hat nachgefragt, wie Vereine den Sommer 2026 erlebt haben, und gibt Tipps, wie sie sich auf künftige Extreme vorbereiten können.
(K)eine Frage
der Haftung
Es gibt keine gesetzliche „Sonderhaftung“ für Extremhitze, die über die allgemeine zivilrechtliche Fürsorge- und Verkehrssicherungspflicht von Vereinen und Trainer*innen hinausgeht. Maßnahmen, die der jeweilige Sportverband vorgibt, zum Beispiel bei
Wettkämpfen, sind zu beachten. Auch der Musterhitzeplan des DOSB gibt Orientierung.
Klimaanpassung bei der Sportstättensanierung mitdenken
Fest steht: Der Sportstättenbau der Zukunft wird sich anpassen müssen. Photovoltaik, Begrünung, natürliche Beleuchtung, gute Dämmung, Verschattung etc. sind die Stichworte, Freilufthallen eine Möglichkeit. „Die Ertüchtigung der Sportfläche und der notwendigen Begleitinfrastruktur sowie Maßnahmen für Klimaschutz und -anpassung müssen gleichzeitig umgesetzt werden“, warnt Benjamin Höfer, LSB-Referent für
Sportstätten, Umwelt und Nachhaltigkeit. „Dies stellt das Sportsystem vor Herausforderungen. Förderprogramme und Unterstützung sind daher unumgänglich.“
Der LSB-Experte verweist auf das 200-Millionen-Programm „Moderne Sportstätte NRW“. Sein pragmatischer Hinweis: „Es wäre geradezu fahrlässig, wenn ein Verein, der sowieso eine bauliche Sanierung plant, Maßnahmen zu Klimaschutz und -anpassung nicht mitprüft. Dies kann womöglich auch helfen, um auf die Mindestinvestitionssumme von 50.000 Euro
zu kommen.“
Die Zeit drängt. Laut dem Landesamt für Natur, Klima und Umwelt leben in NRW etwa 7,5 Millionen Menschen, das sind etwa 42 Prozent, in Siedlungsbereichen mit „dringendem Handlungsbedarf“ für Klimaanpassungsmaßnahmen. Dabei hat Nordrhein-Westfalen bereits 2021 als erstes Bundesland ein Klimaanpassungsgesetz eingeführt. Danach sollen Kommunen bis 2029 Zeit haben, um Anpassungskonzepte zu erarbeiten, gefördert vom Land. Das Gute: Auch die Sportinfrastruktur kann hier eingebracht werden.
Abgesagte Turniere, verschobene Spiele
Natürlich wird sich auch der Wettkampfsport auf Extremhitze einstellen müssen. Abgesagte Turniere sprechen eine deutliche Sprache. So wurde im Kreis Warendorf der Reitturnier-Kalender durcheinandergewirbelt. Im Kreis Gütersloh sagte der Wiedenbrücker TV den „Emscup“ ab. Im Handball mussten Qualifikationsturniere verschoben werden. Nicht stattfinden konnten die Leichtathletik-Kreismeisterschaften der U10 bis U14 in Herten. Es werden keine Einzelfälle bleiben und es ist offen, inwieweit künftig Wettkämpfe ins Frühjahr oder den Herbst verlegt werden, um vorzubeugen.
Christian Hentschel, leitender Landestrainer der Handballverbände NRW, sieht derzeit wenig Spielraum: „Diesen Sommer haben wir es irgendwie gelöst bekommen, aber das Verschieben von Wettkämpfen ist für uns im Prinzip unmöglich, weil wir das ganze Jahr durchgetaktet sind.“
Detlev Ackermann, Laufwart des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein, kommentierte in einem Statement unter anderem: „Hitze wird den Laufsport weiter begleiten. Darauf müssen sich Vereine, Veranstalter und Läufer einstellen. Denn ein Lauf bei hohen Temperaturen kann funktionieren, wenn alle Beteiligten vorbereitet sind.“ Dazu gehörten zum Beispiel frühere Startzeiten, unterwegs mehr Wasser und Abkühlung, zusätzliche Sanitätskräfte oder eine Verkürzung von Strecken. Ackermann appellierte an die Teilnehmenden: „Er darf aber niemals zur Bühne für Selbstüberschätzung werden.“
Im Reitsport offenbarte sich, neben dem temperaturgerechten Umgang mit den Tieren, eine Herausforderung ganz anderer Art, beobachtete Brigitte Hein, Vorstandsvorsitzende des Pferdesportverbandes Westfalen: „Es wuchs einfach kein Gras mehr. Das hat Folgen für die Futtergrundlage.“ Es war eben ein wirklich trockener Sommer.
Musterhitzeschutzplan
des DOSB für den
Vereinssport
Jede Sportart, jeder Verband und jeder Verein wird künftig mit den Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert sein. Der DOSB hat deshalb einen umfassenden Maßnahmenkatalog entwickelt:
Beispiele (Auswahl) von Maßnahmen:
Sportstätte: Sonnensegel, Sonnenschutzdächer, Schattennetze Trinkwasserspender Vereinsorganisation: zuständige Person für Hitzeschutz benennen Trainingsbetrieb: Maßnahmen zum Schutz der Sporttreibenden erarbeiten Wettkämpfe und Veranstaltungen: Festlegen, ob und wann Wettkämpfe abgesagt oder verschoben werden Information, Kommunikation, Edukation:
Sensibilisierung für Hitzerisiken und Schutzmaßnahmen
Alle Maßnahmen unter:
Anpassungsstrategien
DOSB-Projektbeispiele: Anpassungsstrategien für
Sportler*innen, Sportverbände- und vereine

Sport für Ältere bei Hitze
Gerade für ältere Menschen ist es besonders wichtig, Bewegung und Sport bei Hitze angepasst zu gestalten. Dafür wurde unter Mitwirkung des LSB ein Selbstlernmodul für ÜL, Trainer*innen und Sportinteressierte entwickelt, das kostenfrei abgerufen werden kann.

Klimaangepasste Sportanlagen
Umfassende Informationen über klimaangepasste Sportanlagen
bietet eine Broschüre des Bundesinstituts für Sportwissenschaft
go.lsb.nrw/bisp-publikation-klima
