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WestLotto Toptalente: Rollstuhlbasketball : Maximilian Lammering  Wie sich Sponsoring im Organisierten Breitensport verändert. Der Ratsentscheid ein Votum für Olympia in NRW. Nächste Runde Offensive #Sportehrenamt und ein Doppelpack Toptalente - die Wir im Sport 02 2026 Rollstuhlbasketball : Maximilian Lammering Verein: BBC M nsterland, Trainer: Marcel Fedde Group

Die harte Arbeit im Training

zahlt sich wirklich aus.

Rollstuhlbasketballer Maximilian Lammering ist ein Leistungsträger im deutschen Para-Sport. Im Gespräch mit dem Landessportbund NRW spricht er über seine Entwicklung, den Umgang mit der Krankheit HSP – und große Ziele.


Max, du bist einer der besten Rollstuhlbasketballer

Deutschlands. Was fasziniert dich an diesem Sport?

Mich fasziniert vor allem, dass ich mich ständig weiterentwickeln kann. Man hat immer das Gefühl, noch besser werden zu können. Und was ich besonders mag: Die harte Arbeit im Training zahlt sich wirklich aus. Ich trainiere drei Mal in der Woche im Verein und jeden Tag individuell. Wenn man viel investiert, sieht man das später auch in der Leistung auf dem Feld.


Du hast als Kind mit Rollstuhlbasketball angefangen. Erinnerst du dich noch an deine Anfänge?

Ja, sehr gut sogar. Ich war etwa zehn Jahre alt, als ich angefangen habe. Mein Bruder hat mich damals zum Sport gebracht, weil er selbst bereits aktiv war. Erst saß ich als Zuschauer auf der Tribüne und war eher zurückhaltend. Dann kam aber der Trainer auf mich zu und hat mich eingeladen, es selbst mal auszuprobieren. Von da an ging es eigentlich Schritt für Schritt weiter und ich habe schnell gemerkt, dass mir das richtig viel Spaß macht.


Deine genetischen Erkrankung HSP prägt sich häufig erst im Laufe des Lebens aus. Wie hat sich das in deiner Kindheit bemerkbar gemacht?

Das hat sich über die Zeit entwickelt, weil die Krankheit ja fortschreitend ist. Ich habe noch normal Laufen und Radfahren gelernt. Früher habe ich auch ganz normal Fußball gespielt. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass es keinen Sinn mehr macht, weil alle anderen besser wurden und ich eher schlechter. Dann habe ich damit aufgehört und mich auf den Para-Sport konzentriert.


War Rollstuhlbasketball dann Deine Antwort, mit der Krankheit besser umzugehen?

Es hat mir auf jeden Fall geholfen, vor allem für meine persönliche Entwicklung und das eigene Selbstbewusstsein. Aber ich würde nicht sagen, dass nur der Sport dafür verantwortlich ist, wie ich mit der Krankheit umgehe. Ich bin generell niemand, der sich aufgrund der Krankheit anders fühlt. Ich war auch auf einer normalen Schule und bin immer relativ locker damit umgegangen.


Genau wegen dieser Einstellung bist Du für viele ein Vorbild. Welchen Rat würdest du jemandem geben, der die Diagnose HSP bekommt?

Wichtig ist, sich nicht zu sehr runterziehen zu lassen. Man sollte versuchen, seinen eigenen Weg zu finden und das Beste aus der Situation zu machen. Es gibt viele Möglichkeiten, trotzdem aktiv zu sein und Ziele zu verfolgen.


Dein Bruder Julian hat die gleiche Erkrankung. Welche Rolle spielt er für dich?

Eine sehr große. Wir konnten uns immer gegenseitig unterstützen – im Alltag und im Sport. Allein schon die gemeinsamen Fahrten zum Training haben für uns als Familie viel ausgemacht. Wir hatten lange Wege, immer mehr als eine Stunde Fahrt. Da war es gut, das zusammen durchzuziehen. Auch auf mentaler Ebene war es hilfreich, nicht allein zu sein. Und im Sport haben wir uns natürlich gegenseitig gepusht.


Du bist für den BBC Münsterland aktiv, dein Bruder spielt mittlerweile bei Rekordmeister RSV Lahn-Dill.

Wie ist es, gegen ihn zu spielen?

Das ist schon etwas Besonderes. Man kennt sich natürlich extrem gut, auch die Stärken und Schwächen. Aber auf dem Feld will jeder gewinnen. Das macht die Duelle umso spannender. Es ist dann aber auch schön, wenn wir in der Nationalmannschaft wieder gemeinsam spielen.


Mittlerweile bist du eine feste Säule in der Nationalmannschaft. Was zeichnet dich auf dem Platz aus?

Ich glaube, dass ich für mein Alter schon relativ viel Erfahrung habe, weil ich früh in einer hohen Liga gespielt habe. Das hilft mir, in wichtigen Situationen ruhig zu bleiben.
Außerdem habe ich einen guten Wurf. Dadurch bin ich für Gegner gefährlich und kann Räume für meine Mitspieler schaffen.


Dein Sportgerät ist kein gewöhnlicher Rollstuhl.

Was macht ihn besonders?

Der Rollstuhl ist komplett auf mich angepasst. Das ist wie eine zweite Haut. So ein Sportrollstuhl kostet schnell mal um die 12.000 Euro. Wenn der kaputtgeht, ist das natürlich schwierig, weil man dann erstmal nicht trainieren kann. So war es bei mir vor kurzem, ich musste ihn dann zum Schweißer bringen lassen. Und einfach einen anderen zu nehmen, funktioniert nicht, weil jeder Stuhl unterschiedlich auf die Art der Einschränkung angepasst ist.


Welche Ziele verfolgst Du im Verein und auf internationaler Ebene?

Mit meinem Verein bin ich Fünfter in der Liga und am Saisonende wollen wir uns natürlich möglichst weit oben platzieren. In der Liga ist ohnehin alles sehr eng, da kann jeder jeden schlagen.
Mit der Nationalmannschaft geht es darum, sich weiterzuentwickeln und international mitzuhalten. Mit Top-5-Platzierungen bei der WM in diesem und der EM im kommenden Jahr wäre ich zufrieden. Da ist das Niveau extrem hoch.


2028 stehen die Paralympischen Spiele in Los Angeles an. Klappt es mit dem großen Traum?

Das ist natürlich das große Ziel, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Man muss konstant Leistung bringen und sich im Team durchsetzen. Ich glaube, dass ich eine gute Chance habe, 2028 im A-Kader zu stehen. Wir müssen allerdings bei den kommenden Turnieren auch gut abschneiden, um an den Paralympics teilnehmen zu können.

 

Videoporträt // Maximilian Lammering

Wie sich Sponsoring im Organisierten Breitensport verändert. Der Ratsentscheid ein Votum für Olympia in NRW. Nächste Runde Offensive #Sportehrenamt und ein Doppelpack Toptalente - die Wir im Sport 02 2026
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Porträt Maximilian Lammering

Rollstuhlbasketball inline GraphicLine

BBC Münsterland

Trainer: Marcel Fedde

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Erfolge 2025:

3. Platz Europameisterschaft

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Erfolge 2024:

2. Platz U23 Europameisterschaft

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Erfolge 2023:

U23 Weltmeister

3. Platz Europameisterschaft

Wie sich Sponsoring im Organisierten Breitensport verändert. Der Ratsentscheid ein Votum für Olympia in NRW. Nächste Runde Offensive #Sportehrenamt und ein Doppelpack Toptalente - die Wir im Sport 02 2026
Wie sich Sponsoring im Organisierten Breitensport verändert. Der Ratsentscheid ein Votum für Olympia in NRW. Nächste Runde Offensive #Sportehrenamt und ein Doppelpack Toptalente - die Wir im Sport 02 2026
WestLotto Toptalente NRW Text Jonas Giesenhagen // Foto Andrea Bowinkelmann
WestLotto Toptalente: Rollstuhlbasketball : Maximilian Lammering  Wie sich Sponsoring im Organisierten Breitensport verändert. Der Ratsentscheid ein Votum für Olympia in NRW. Nächste Runde Offensive #Sportehrenamt und ein Doppelpack Toptalente - die Wir im Sport 02 2026 Rollstuhlbasketball : Maximilian Lammering Verein: BBC M nsterland, Trainer: Marcel Fedde Group

Die harte Arbeit

im Training

zahlt sich
wirklich aus.

Rollstuhlbasketballer Maximilian Lammering ist ein Leistungsträger im deutschen Para-Sport. Im Gespräch mit dem Landessportbund NRW spricht er über seine Entwicklung, den Umgang mit der Krankheit HSP – und große Ziele.


Max, du bist einer der besten Rollstuhlbasketballer

Deutschlands. Was fasziniert dich an diesem Sport?

Mich fasziniert vor allem, dass ich mich ständig weiterentwickeln kann. Man hat immer das Gefühl, noch besser werden zu können. Und was ich besonders mag: Die harte Arbeit im Training zahlt sich wirklich aus. Ich trainiere drei Mal in der Woche im Verein und jeden Tag individuell. Wenn man viel investiert, sieht man das später auch in der Leistung auf dem Feld.


Du hast als Kind mit Rollstuhlbasketball angefangen. Erinnerst du dich noch an deine Anfänge?

Ja, sehr gut sogar. Ich war etwa zehn Jahre alt, als ich angefangen habe. Mein Bruder hat mich damals zum Sport gebracht, weil er selbst bereits aktiv war. Erst saß ich als Zuschauer auf der Tribüne und war eher zurückhaltend. Dann kam aber der Trainer auf mich zu und hat mich eingeladen, es selbst mal auszuprobieren. Von da an ging es eigentlich Schritt für Schritt weiter und ich habe schnell gemerkt, dass mir das richtig viel Spaß macht.


Deine genetischen Erkrankung HSP prägt sich häufig erst im Laufe des Lebens aus. Wie hat sich das in deiner Kindheit bemerkbar gemacht?

Das hat sich über die Zeit entwickelt, weil die Krankheit ja fortschreitend ist. Ich habe noch normal Laufen und Radfahren gelernt. Früher habe ich auch ganz normal Fußball gespielt. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass es keinen Sinn mehr macht, weil alle anderen besser wurden und ich eher schlechter. Dann habe ich damit aufgehört und mich auf den Para-Sport konzentriert.


War Rollstuhlbasketball dann Deine Antwort, mit der Krankheit besser umzugehen?

Es hat mir auf jeden Fall geholfen, vor allem für meine persönliche Entwicklung und das eigene Selbstbewusstsein. Aber ich würde nicht sagen, dass nur der Sport dafür verantwortlich ist, wie ich mit der Krankheit umgehe. Ich bin generell niemand, der sich aufgrund der Krankheit anders fühlt. Ich war auch auf einer normalen Schule und bin immer relativ locker damit umgegangen.


Genau wegen dieser Einstellung bist Du für viele ein Vorbild. Welchen Rat würdest du jemandem geben, der die Diagnose HSP bekommt?

Wichtig ist, sich nicht zu sehr runterziehen zu lassen. Man sollte versuchen, seinen eigenen Weg zu finden und das Beste aus der Situation zu machen. Es gibt viele Möglichkeiten, trotzdem aktiv zu sein und Ziele zu verfolgen.


Dein Bruder Julian hat die gleiche Erkrankung. Welche Rolle spielt er für dich?

Eine sehr große. Wir konnten uns immer gegenseitig unterstützen – im Alltag und im Sport. Allein schon die gemeinsamen Fahrten zum Training haben für uns als Familie viel ausgemacht. Wir hatten lange Wege, immer mehr als eine Stunde Fahrt. Da war es gut, das zusammen durchzuziehen. Auch auf mentaler Ebene war es hilfreich, nicht allein zu sein. Und im Sport haben wir uns natürlich gegenseitig gepusht.


Du bist für den BBC Münsterland aktiv, dein Bruder spielt mittlerweile bei Rekordmeister RSV Lahn-Dill.

Wie ist es, gegen ihn zu spielen?

Das ist schon etwas Besonderes. Man kennt sich natürlich extrem gut, auch die Stärken und Schwächen. Aber auf dem Feld will jeder gewinnen. Das macht die Duelle umso spannender. Es ist dann aber auch schön, wenn wir in der Nationalmannschaft wieder gemeinsam spielen.


Mittlerweile bist du eine feste Säule in der Nationalmannschaft. Was zeichnet dich auf dem Platz aus?

Ich glaube, dass ich für mein Alter schon relativ viel Erfahrung habe, weil ich früh in einer hohen Liga gespielt habe. Das hilft mir, in wichtigen Situationen ruhig zu bleiben.
Außerdem habe ich einen guten Wurf. Dadurch bin ich für Gegner gefährlich und kann Räume für meine Mitspieler

 

Videoporträt // Maximilian Lammering

Wie sich Sponsoring im Organisierten Breitensport verändert. Der Ratsentscheid ein Votum für Olympia in NRW. Nächste Runde Offensive #Sportehrenamt und ein Doppelpack Toptalente - die Wir im Sport 02 2026
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Porträt Maximilian Lammering

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BBC Münsterland

Trainer: Marcel Fedde

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Erfolge 2025:

3. Platz Europameisterschaft

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Erfolge 2024:

2. Platz U23 Europameisterschaft

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Erfolge 2023:

U23 Weltmeister

3. Platz Europameisterschaft

Wie sich Sponsoring im Organisierten Breitensport verändert. Der Ratsentscheid ein Votum für Olympia in NRW. Nächste Runde Offensive #Sportehrenamt und ein Doppelpack Toptalente - die Wir im Sport 02 2026
Wie sich Sponsoring im Organisierten Breitensport verändert. Der Ratsentscheid ein Votum für Olympia in NRW. Nächste Runde Offensive #Sportehrenamt und ein Doppelpack Toptalente - die Wir im Sport 02 2026
WestLotto Toptalente NRW Text Jonas Giesenhagen // Foto Andrea Bowinkelmann

schaffen.


Dein Sportgerät ist kein gewöhnlicher Rollstuhl.

Was macht ihn besonders?

Der Rollstuhl ist komplett auf mich angepasst. Das ist wie eine zweite Haut. So ein Sportrollstuhl kostet schnell mal um die 12.000 Euro. Wenn der kaputtgeht, ist das natürlich schwierig, weil man dann erstmal nicht trainieren kann. So war es bei mir vor kurzem, ich musste ihn dann zum Schweißer bringen lassen. Und einfach einen anderen zu nehmen, funktioniert nicht, weil jeder Stuhl unterschiedlich auf die Art der Einschränkung angepasst ist.


Welche Ziele verfolgst Du im Verein und auf internationaler Ebene?

Mit meinem Verein bin ich Fünfter in der Liga und am Saisonende wollen wir uns natürlich möglichst weit oben platzieren. In der Liga ist ohnehin alles sehr eng, da kann jeder jeden schlagen.
Mit der Nationalmannschaft geht es darum, sich weiterzuentwickeln und international mitzuhalten. Mit Top-5-Platzierungen bei der WM in diesem und der EM im kommenden Jahr wäre ich zufrieden. Da ist das Niveau extrem hoch.


2028 stehen die Paralympischen Spiele in Los Angeles an. Klappt es mit dem großen Traum?

Das ist natürlich das große Ziel, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Man muss konstant Leistung bringen und sich im Team durchsetzen. Ich glaube, dass ich eine gute Chance habe, 2028 im A-Kader zu stehen. Wir müssen allerdings bei den kommenden Turnieren auch gut abschneiden, um an den Paralympics teilnehmen zu können.

WestLotto Toptalente: Rollstuhlbasketball : Maximilian Lammering  Wie sich Sponsoring im Organisierten Breitensport verändert. Der Ratsentscheid ein Votum für Olympia in NRW. Nächste Runde Offensive #Sportehrenamt und ein Doppelpack Toptalente - die Wir im Sport 02 2026 Rollstuhlbasketball : Maximilian Lammering Verein: BBC M nsterland, Trainer: Marcel Fedde Group

Die harte Arbeitim Training

zahlt sich wirklich aus.

Rollstuhlbasketballer Maximilian Lammering ist ein Leistungsträger im deutschen Para-Sport. Im Gespräch mit dem Landessportbund NRW spricht er über seine Entwicklung, den Umgang mit der Krankheit HSP – und große Ziele.


Max, du bist einer der besten Rollstuhlbasketballer

Deutschlands. Was fasziniert dich an diesem Sport?

Mich fasziniert vor allem, dass ich mich ständig weiterentwickeln kann. Man hat immer das Gefühl, noch besser werden zu können. Und was ich besonders mag: Die harte Arbeit im Training zahlt sich wirklich aus. Ich trainiere drei Mal in der Woche im Verein und jeden Tag individuell. Wenn man viel investiert, sieht man das später auch in der Leistung auf dem Feld.


Du hast als Kind mit Rollstuhlbasketball angefangen. Erinnerst du dich noch an deine Anfänge?

Ja, sehr gut sogar. Ich war etwa zehn Jahre alt, als ich angefangen habe. Mein Bruder hat mich damals zum Sport gebracht, weil er selbst bereits aktiv war. Erst saß ich als Zuschauer auf der Tribüne und war eher zurückhaltend. Dann kam aber der Trainer auf mich zu und hat mich eingeladen, es selbst mal auszuprobieren. Von da an ging es eigentlich Schritt für Schritt weiter und ich habe schnell gemerkt, dass mir das richtig viel Spaß macht.


Deine genetischen Erkrankung HSP prägt sich häufig erst im Laufe des Lebens aus. Wie hat sich das in deiner Kindheit bemerkbar gemacht?

Das hat sich über die Zeit entwickelt, weil die Krankheit ja fortschreitend ist. Ich habe noch normal Laufen und Radfahren gelernt. Früher habe ich auch ganz normal Fußball gespielt. Irgendwann habe ich aber gemerkt, dass es keinen Sinn mehr macht, weil alle anderen besser wurden und ich eher schlechter. Dann habe ich damit aufgehört und mich auf den Para-Sport konzentriert.


War Rollstuhlbasketball dann Deine Antwort, mit der Krankheit besser umzugehen?

Es hat mir auf jeden Fall geholfen, vor allem für meine persönliche Entwicklung und das eigene Selbstbewusstsein. Aber ich würde nicht sagen, dass nur der Sport dafür verantwortlich ist, wie ich mit der Krankheit umgehe. Ich bin generell niemand, der sich aufgrund der Krankheit anders fühlt. Ich war auch auf einer normalen Schule und bin immer relativ locker damit umgegangen.


Genau wegen dieser Einstellung bist Du für viele ein Vorbild. Welchen Rat würdest du jemandem geben, der die Diagnose HSP bekommt?

Wichtig ist, sich nicht zu sehr runterziehen zu lassen. Man sollte versuchen, seinen eigenen Weg zu finden und das Beste aus der Situation zu machen. Es gibt viele Möglichkeiten, trotzdem aktiv zu sein und Ziele zu verfolgen.


Dein Bruder Julian hat die gleiche Erkrankung. Welche Rolle spielt er für dich?

Eine sehr große. Wir konnten uns immer gegenseitig unterstützen – im Alltag und im Sport. Allein schon die gemeinsamen Fahrten zum Training haben für uns als Familie viel ausgemacht. Wir hatten lange Wege, immer mehr als eine Stunde Fahrt. Da war es gut, das zusammen durchzuziehen. Auch auf mentaler Ebene war es hilfreich, nicht allein zu sein. Und im Sport haben wir uns natürlich gegenseitig gepusht.


Du bist für den BBC Münsterland aktiv, dein Bruder spielt mittlerweile bei Rekordmeister RSV Lahn-Dill.

Wie ist es, gegen ihn zu spielen?

Das ist schon etwas Besonderes. Man kennt sich natürlich extrem gut, auch die Stärken und Schwächen. Aber auf dem Feld will jeder gewinnen. Das macht die Duelle umso spannender. Es ist dann aber auch schön, wenn wir in der Nationalmannschaft wieder gemeinsam spielen.


Mittlerweile bist du eine feste Säule in der Nationalmannschaft. Was zeichnet dich auf dem Platz aus?

Ich glaube, dass ich für mein Alter schon relativ viel Erfahrung habe, weil ich früh in einer hohen Liga gespielt habe. Das hilft mir, in wichtigen Situationen ruhig zu bleiben.
Außerdem habe ich einen guten Wurf. Dadurch bin ich für Gegner gefährlich und kann Räume für meine Mitspieler schaffen.


Dein Sportgerät ist kein gewöhnlicher Rollstuhl.

Was macht ihn besonders?

Der Rollstuhl ist komplett auf mich angepasst. Das ist wie eine zweite Haut. So ein Sportrollstuhl kostet schnell mal um die 12.000 Euro. Wenn der kaputtgeht, ist das natürlich schwierig, weil man dann erstmal nicht trainieren kann. So war es bei mir vor kurzem, ich musste ihn dann zum Schweißer bringen lassen. Und einfach einen anderen zu nehmen, funktioniert nicht, weil jeder Stuhl unterschiedlich auf die Art der Einschränkung angepasst ist.


Welche Ziele verfolgst Du im Verein und auf internationaler Ebene?

Mit meinem Verein bin ich Fünfter in der Liga und am Saisonende wollen wir uns natürlich möglichst weit oben platzieren. In der Liga ist ohnehin alles sehr eng, da kann jeder jeden schlagen.
Mit der Nationalmannschaft geht es darum, sich weiterzuentwickeln und international mitzuhalten. Mit Top-5-Platzierungen bei der WM in diesem und der EM im kommenden Jahr wäre ich zufrieden. Da ist das Niveau extrem hoch.

 

Videoporträt // Maximilian Lammering

Wie sich Sponsoring im Organisierten Breitensport verändert. Der Ratsentscheid ein Votum für Olympia in NRW. Nächste Runde Offensive #Sportehrenamt und ein Doppelpack Toptalente - die Wir im Sport 02 2026
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BBC Münsterland

Trainer: Marcel Fedde

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Erfolge 2025:

3. Platz Europameisterschaft

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Erfolge 2024:

2. Platz U23 Europameisterschaft

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Erfolge 2023:

U23 Weltmeister

3. Platz Europameisterschaft

Wie sich Sponsoring im Organisierten Breitensport verändert. Der Ratsentscheid ein Votum für Olympia in NRW. Nächste Runde Offensive #Sportehrenamt und ein Doppelpack Toptalente - die Wir im Sport 02 2026
Wie sich Sponsoring im Organisierten Breitensport verändert. Der Ratsentscheid ein Votum für Olympia in NRW. Nächste Runde Offensive #Sportehrenamt und ein Doppelpack Toptalente - die Wir im Sport 02 2026
WestLotto Toptalente NRW Text Jonas Giesenhagen // Foto Andrea Bowinkelmann


2028 stehen die Paralympischen Spiele in Los Angeles an. Klappt es mit dem großen Traum?

Das ist natürlich das große Ziel, aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Man muss konstant Leistung bringen und sich im Team durchsetzen. Ich glaube, dass ich eine gute Chance habe, 2028 im A-Kader zu stehen. Wir müssen allerdings bei den kommenden Turnieren auch gut abschneiden, um an den Paralympics teilnehmen zu können.